Bashment Das Wort Bashment hat zwei Bedeutungen:
* eine Reggae- oder Dancehall-Veranstaltung, meist mit Beteiligung von Soundsystems und musikalischem Fokus auf aktuellen Produktionen (etwa im Gegensatz zu auf Roots-Reggae oder Dub spezialisierten Veranstaltungen)
* (in England) alternative Bezeichnung für modernen Dancehall.
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Calypso Calypso wird die Carnivalsmusik in Venezuela genannt, wie sie insb. in El Callao gespielt wird. Dabei werden traditionelle Elemente und Instrumentierung mit dem Calypso der englischsprachigen Karibik vermengt. Entstanden ist diese Musik durch die starke Migration aus der Karibik, besonders aus dem Nachbarstaat Trinidad und Tobago. Besonders die Minen in El Callao zogen vermehrt Arbeitssuchende an, die neben ihrer Arbeitskraft auch ihren Karneval mitbrachten. Die Mischung aus lokalen musikalischen Traditionen und dem Calypso reflektiert sich auch in der Sprache. So wird meistens in einem Mix von spanisch und Patois gesungen.
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Calypso Monarch Auszeichnung für den Gewinner des Calypsowettbewerbs auf der offiziellen Carnivalsveranstaltung [Dimanche Gras] in Trinidad (in jüngster Zeit auch auf anderen karibischen Inseln). Die Wettbewerber, die sich in Vorrunden für das Finale qualifizieren müssen, tragen zwei Songs vor. Eine Jury wählt den Gewinner nach unterschiedlichen Kriterien (Arrangment, Texte, Vortrag etc).
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Carnival Carnival bzw deutsch Karneval ist ein Fest, das kurz vor der christlichen Fastenzeit (hauptsächlich in der römisch-katholischen Tradition) stattfindet und mit dessen Beginn am Aschermittwoch endet. In der Karibik ist der Carnival dank der Vermischung verschiedener europäischer und afrikanischer Traditionen einzigartig und ist in mehrern Staaten das größte kulturelle Ereignis.
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Conscious Conscious (engl. für bewußt, bei Bewußtsein) bezieht sich im Reggae und Dancehall auf eine bestimmte Art von Lyrics.Diese handeln oft von einer bewußten Einstellung zum Leben, die einer Verherrlichung von Gun-Lyrics, Bling Bling und Slackness entgegentritt.
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Combination Wenn mehrere Artists zusammen einen Tune veröffentlichen spricht man auch von einer Combination oder einem Combination Tune.
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Compas Compas (auch Kompa, Compas Direct, konpa direk, konpa oder compa) ist der vorherrschende Musikstil in Haiti.
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Counteraction Eine Counteraction (engl. für Gegenwirkung) ist die musikalische Reaktion durch einen Sänger auf einen vorherigen Tune, häufig versehen mit persönlichen Angriffen. Der Begriff wird auch im Soundclash angewandt. Dort geht dann die Dubplate des einen Soundsystems oftmals direkt auf die Lyrics einer bestimmten Dubplate des gegnerischen Soundsystems ein. Oft ist aber auch der gleiche Tune vom gleichen Artist mit veränderten Lyrics eingesungen.
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Cropover Cropover oder Crop Over ist ein Festival in Barbados. Seine Ursprünge gehen zurück ins 18. Jahrhundert als Abschlussfest der Zucker-Ernte (engl. crop = die Ernte). Wegen des Niedergangs der Zuckerindustrie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Festival in den vierziger Jahren abgeschafft, aber 1974 wieder eingeführt. Die Soca-Musik aus Barbados ist ähnlich dem Carnival in Trinidad saisonal auf den Cropover ausgerichtet, der seinen Höhepunkt meist Anfang August hat.
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Custom Made Ein Custom Made (oder kurz Custom, engl. Sonderanfertigung) ist ein nur für einen bestimmten Anlass aufgenommes Dubplate. Aus dem Text des Dubs geht dabei der Anlass, z.B. ein bestimmter Soundclash, üblicherweise klar hervor, etwa dadurch, dass die anderen am Clash teilnehmden Soundsystems genannt und herabgewürdigt werden.
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Dancehall Das Wort Dancehall bezeichnet in erster Linie den Ort, an dem jamaikanische Musik gespielt wird und für den sie produziert wurde. Allerdings wird Dancehall seit einiger Zeit auch als Musik-Genre aufgefasst, das sich stilistisch vom klassischen Reggae unterscheidet. Da es die Dancehall und die dazugehörigen Soundsystems schon seit den 50ern gibt, fällt die Abgrenzung zu Reggae im Allgemeinen schwer bzw ist nicht möglich. Oft wird die digitale Produktionsmethode als stilistischen Wendepunkt von Reggae zu Dancehall gesehen. Teilweise wird auch anhand der Texte getrennt - "harte" Lyrics wie Slackness und Gun-Lyrics seien demnach eher dem Dancehall zuzuordnen. Obsolet wird diese Definition spätestens ab den 90er Jahren, als wieder Conscious-Texte Einzug in digitale Produktionen hielten; gleichzeitig werden analoge Produktionen deutlich präsenter. Zudem entwickelte sich der Ragga oder Raggamuffin, der stilistisch nur schwer mit frühen Dancehall-Produktionen zu vergleichen ist, aber auch gängig so bezeichnet wird; in England ist dafür zudem die Bezeichnung "Bashment"geläufig. Wir folgen der Literatur (Barrow & Dalton 1997), die historisch trennt und den Beginn von Dancehall in den späten 70er bzw. frühen 80er Jahren ansetzt. Aber auch diese Unterscheidung ist umstritten. Normal Stolzoff setzt den historischen Beginn in die Zeit der Sklaverei. Gleichzeitig soll dieser Artikel einen Schwerpunkt auf digitalen Produktionen haben.
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Dancehall 80s Die frühen 80er Jahre stehen im Zeichen des sich entwickelnden Dancehall-Sounds, häufig auch als Rub-A-Dub bezeichnet. Etwa ab der Mitte der 80er beginnt die Digitale Ära im Reggae. Die Produktionen gewinnen wieder an Tempo, die neuen Produktionsmethoden resultieren in einem neuartigen Sound. Vermutlich mit dem sehr erfolgreichen "Punaany"-Riddim aus dem Hause Jammys im Jahr 1986 erhält zudem eine abgehackte Beat-Struktur Einzug, die in den kommenden Jahren und Jahrzehnten zu einem der dominierenden rhythmischen Schemata wird. Das Deejaying wird stilistisch ausgefeilter und schneller, vermutlich mitbeeinflusst durch den "Fast Chat"-Stil englischer DJs wie etwa Papa Levi.
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Dancehall 90s Musikalisch lassen sich für die frühen 90er Jahre zwei wichtige Trends ausmachen. Einerseits treten nochmals beschleunigte, reduzierte Digital-Riddims auf; teilweise wird, in Anlehnung an den Buju Banton-Hit "Bogle" aus dem Jahr 1991, vom Bogle-Stil gesprochen. Andererseits kommt es jedoch auch musikalisch wie textlich zu einer Rückorientierung zum Roots-Reggae, eine Bewegung die als Cultural Riddim Shift bezeichnet wird. DJs wie der erwähnte Buju Banton verfeinern den DJ-Stil weiter und bereichern ihn zunehmend um melodiöse Elemente. Gegen Mitte bzw. Ende der 90er werden die digital produzierten Dancehall- oder Bashment-Riddims ausgefeilter und vertrauen verstärkt auf vom HipHop oder R&B beeinflusste Sampling-Techniken. Durch die vortschreitende Diversifikation des Genres wird eine Abgrenzung zu anderen Reggae-Strömungen zunehmend schwierig.
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DJ Im Reggae bezeichnet DJ (Auch: Deejay) anders als in sonstigen Musik-Genres nicht einen Plattenaufleger (dieser wird Selector oder Selecta genannt), sondern einen Vokalisten mit speziellem Stil, der oftmals mit dem Rap verglichen wurde. Im Gegensatz zu Singers artikulieren DJs ihre Tunes meist auf Patois statt auf englisch. Das Deejaying entwickelte sich in den späten sechziger Jahren als Praxis der MCs von Soundsystems. Nachdem der Selector einen Tune gespielt hatte, legte er die entsprechende Version auf, und der DJ chattete dazu live seine Texte.
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Dub Dub bezeichnet im allgemeinen ein Genre der Musik, in welchem zumeist bestehende Instrumentalstücke neu aufgenommen werden, wobei besonders Wert auf die Produktion, das sog. Mixing oder auch Dubbing, gelegt wird. Hierbei wird das ursprüngliche Musikstück mit Reverb, Delay und anderen Effekten verziert, und partiell auf Percussion und Bass reduziert. Die Wurzeln des Dub reichen bis in die 60er JAhre zurück, als Osbourne Ruddock (King Tubby) Pionierarbeit in Richtung Dub leistete und sich als einer der ersten überhaupt mit dem Gedanken auseinandersetzte, das Tonstudio als Instrument zu nutzen. Das Wort Dub wird auch häufig als Abkürzung für Dubplate benutzt.
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Dub fi Dub Als Dub fi Dub wird die entscheidende letzte Runde eines Soundclashs bezeichnet, bei der die beteiligten bzw. verbliebenen Soundsystems nacheinander je ein Dubplate spielen. Bei 45 Clashs (teilweise aber auch bei "normalen" Soundclashs) spricht man hier vom "Tune fi Tune". Die Praxis stammt vermutlich aus den achtziger Jahren, wurde jedoch im Zuge der zunehmenden Bedeutung von Dubs in den neunziger Jahren häufiger angewendet. Anders als heute war das Dub fi Dub jedoch nicht der gleichsam obligatorische Abschluss eines Clashs, sondern eine Art "Elfmeterschießen", auf das nur zurück gegriffen wurde, wenn vorher noch keine Entscheidung über den Clash-Sieg getroffen worden war. Dabei war die Auswahl der Tunes in der damaligen Zeit in keiner Weise auf einen bestimmten Reggae-Stil beschränkt. Erst später entwickelte sich nach und nach die heute häufig vorausgesetzte, aber ungeschriebene Regel, dass im Dub fi Dub möglichst exklusive Foundation-Dubs zu spielen seien.
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Dubplate Als Dubplate bezeichnet man im Reggae & Dancehall einerseits einen exklusiv für ein Soundsystem produzierten Tune, andererseits aber auch eine spezielle Form der Schallplatte, die für solche üblicherweise als Medium genutzt wird. Fast überall, wo es eine aktive Dancheallszene gibt, gibt es auch sogenannte Dubstudios, die sich auf die Produktion von Dubplates spezialisiert haben.
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Dubplate (Exklusiver Tune) Ein Dubplate ist ein speziell für einen Sound eingesungener Tune. Dabei werden Tunes, oft bereits veröffentlichte Hits, neu für das Soundsystem eingesungen. Der Text wird mehr oder weniger stark verändert um das jeweilige Soundsystem zu preisen und zu loben. Auch wird oft ein anderer Riddim als der des Original-Tunes genutzt. Beim Soundclash sind Dubplates eines der wichtigsten Utensilien. Sie sind in der Regel Einzelstücke, und es kommt nicht selten vor, dass Artists in ihrem neuen Text auch den Clashgegner des Sounds niedermachen, um so Sympathien beim Publikum zu bekommen. Je mehr (gute) Dubplates ein Soundsystem hat, desto größer sind seine Chancen, den Soundclash zu gewinnen. Da immer mehr Reggae Soundsystems auch mit CD Playern auflegen, sind die als Dubplate bezeichneten exklusiven Tunes nicht mehr zwangsläufig mit dem Medium Dubplate verbunden. Dubplates werden inzwischen auch viel von CD gespielt.
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Dubplate (Medium) Traditionell werden exklusive Tunes in 10" Acetat- oder Vinylscheiben geritzt, die dann auch Dubplate genannt werden. Die Rohlinge dafür sind meist Ausschuss aus der Produktion von Masterdiscs für die Vinylproduktion. Dabei wird üblicherweise ein zweites Loch im Bereich des Etiketts in die Platte gestanzt, um sie für die (Serien-)Vinylproduktion unbrauchbar zu machen.
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Jamaica Jamaika ist ein selbstständiger Inselstaat innerhalb des Commonwealth of Nations in der Karibik. Der Name leitet sich vom arawakischen Xaymaca oder Chaymakas ab, was so viel wie Quellenland oder Holz- und Wasserland bedeutet. Die ehemalige Kolonie ist für ihre vielseitige Kultur (speziell Musik) aber auch für ihre sozialen und wirtschaftlichen Probleme bekannt.
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Jungle Jungle bezeichnet zweierlei:
* den Kingstoner Stadteil Arnett Gardens
* einen elektronischen Musikstil mit starken Ragga-Einflüssen, der Anfang der 90er Jahre in England entstanden ist. Der Begriff leitet sich vermutlich von o.g. Stadtteil ab.
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Juggling Juggling (von engl. to juggle = jonglieren) bezeichnet das Mixing von Schallpatten. Als Bezeichnung für Veranstaltungen ("Juggling-Dance" etwa) wird Juggling häufig als abgrenzender Begriff gegenüber Clashes gebraucht.
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Label Der Begriff Label, in seiner Bedeutung als Plattenfirma, leitet sich vom Wort "Label" (engl. für Etikett) der auf den Vinyl-Singles aufgedruckten Papieretiketten ab. Diese Etiketten in der Mitte der Schallplatte tragen neben dem Titel und dem Namen des Künstlers oftmals auch das Logo der Firma. In Jamaica ist es, im Gegensatz zum europäischen und amerikanischen Musikmarkt so, dass die meisten Produzenten ihr jeweils eigenes Label betreiben und darauf ihre Riddims herausbringen.
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MC Als MC wird jenes Mitglied eines Soundsystems bezeichnet, das bei Live-Auftritten via Mikrophon den Kontakt zum Publikum herstellt, Tunes mit Speeches einleitet und dadurch versucht, die Stimmung positiv zu beeinflussen. Vom DJ unterscheidet der sich MC funktional gesehen dadurch, dass er keine eigenen Tunes aufführt sondern nur die vom Selector aufgelegten Tunes begleitet. Allerdings wurden früher diese Rollen häufig in Personalunion von ein und derselben Person ausgefüllt. Auch der Selector selbst fungiert teilweise als MC.
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Patois Patois oder auch Patwa ist die Alltagssprache auf Jamaika und den anderen Inseln der Karibik. Der Ausdruck Patois kommt vom französischen Wort für Dialekt. Patois ist eine Kreolsprache und unterscheidet sich durch das Lexikon, die Phonologie, die Orthographie und die Grammatik von Standard Englisch.
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Radio Clash Der "Radio Clash" aus dem Jahr 1985 war ein Soundclash, den die Radio-DJs / Selectors David Rodigan (Capitol Radio, London) und Barry G (JBC Radio 1, Kingston) im Rahmen einer Übertragung von JBC austrugen. Begonnen wurde der Clash mit einem Anruf in der Polizeistation Half Way Tree, wo ein Polizist per Münzwurf entschied, wer den im Tune Fi Tune-Format ausgetragenen Clash beginnen sollte. Neben dem originellen Format der Sendung erlangte sie dadurch große Bekanntheit, dass erstmals Tunes und Dubplates auf dem Sleng Teng-Riddim via Radio einer breiten Öffentlichkeit zu Gehör kamen.
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Ragga Ragga ist die Kurzform von Raggamuffin, ein Begriff, der Ende der 80er / Anfang der 90er Jahre in England eingeführt wurde, um mit HipHop-Elementen versehenen Dancehall zu vermarkten. Im eigentlichen Sinne bezeichnet Raggamuffin einen in den Tag lebenden und heruntergekommenen Menschen.
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Rastafari Ras Tafari Makkonen ist der bürgerliche Name des im November 1930 gekrönten äthiopischen Kaisers. Nachdem er seinen bürgerlichen Namen Ras Tafari [ras = Fürst] ablegte, nannte er sich Seine kaiserliche Majestät Haile Selassie I. [Kraft der Dreieinigkeit]. Haile Selassie ist der 225. Nachfahre von David, Sohn des Königs Salomon und der Königin von Sheba [Saba]. Sein vollständiger Titel lautet: His Imperial Majesty Haile Selassie, King of Kings, Lord of the Lords, conquering lion of the tribe of Judah, Elect of God, Emperor of Ethiopia. Nach Haile Selassies bürgerlichem Namen bildete sich auf Jamaika die religiöse Glaubensgemeinschaft der Rastafarians. Das Wort Rastafari ist ein amharisches Wort [Amharisch ist über mehrere Jahrhunderte hinweg Äthiopiens offizielle Amtssprache]. "Jah" ist der Name de Herrn, abgeleitet von Yahweh, oder Jahweh. In der Bibel nennt Jesaja Gott des öfteren Jah, "Ras" bedeutet Haupt, "Tafari" ist ein passives Verb mit der Bedeutung "gefürchtet werden", oder auch "Schöpfer". Es gibt mehrere Vermutungen was es tatsächlich bedeutet und wo die Wurzeln dieses Namen und Titels liegen. Zusammen: "das Haupt des Allmächtigen, der Wert ist gefürchtet zu werden".
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Reggae Reggae ist ein Musik-Stil aus Jamaica, der international großen Erfolg und Einfluß hatte und hat und lokal als Volkskultur gelten kann. Entstanden ist Reggae in den späten 60ern aus Rocksteady und Ska und dem indirekten Einfluß von US-amerikanischem Rhythm and blues. Charakteristisch ist die Synkopierung auf dem 2. und 4. Schlag des Taktes. Beim typischen One Drop - Rhythmus fallen Bassdrum und Snare auf dem 3. Takt.
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Riddim Riddim oder Rhythm werden die Instrumental-Versionen in der jamaikanischen Musik genannt. Fundament für den Riddim ist die Bassline. Meistens wird auch noch das rythmische Pattern und eine Melodie damit verbunden. Oft gibt es mehrere Tunes auf dem selben Riddim. Manche klassische Riddims, die schon in den 60ern oder 70ern entstanden sind, werden seit Jahrzehnten von den verschiedensten Labels immer wieder neu aufgelegt und mit neuen Tunes versehen. Die jeweiligen Instrumentals nennt man dann Version (Beispiel: Sleng Teng); teilweise werden aber auch die spezifischen Tunes von Sängern auf einem Riddim als Version bezeichnet. Andere Riddims wiederum werden nur für Einzeltunes benutzt und bekommen daher oft keinen eigenen Namen.
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Rag Ein Rag ist ein kleines Handtuch, Kopftuch oder Bandana. Man trägt es auf einem Dance, einer Fete oder während des Carnivals bei sich um sich den Schweiss abzuwischen und Forwards zu geben.
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Rapso Rapso ist ein Musikgenre, das Anfang der 1970er Jahre in Trinidad & Tobago entstanden ist. Im Gegensatz zur einer weitverbreiteten Ansicht ist Rapso keine Fusion aus Rap und Soca, sondern ein eigenständiges Genre, das aus der Black Power Bewegung während der sozialen Unruhen in den 70ern hervorgegangen ist. Der Begriff Rapso ist abgeleitet von Rhapsody. Lancelot Laynes Song "Blow Away" von 1970 gilt als die erste Rapso Veröffentlichung. Cheryl Byron, die heute den Titel "Mother of Rapso" trägt, war der erste Künstler, der Rapso in einem Calypso Tent aufführte. Anfang der 80er Jahre übernahm Brother Resistance das Genre. Er veröffentlichte mit seiner Network Riddum Band mehrere Rapso Alben und schrieb das Buch "Rapso Explosion".In den 90ern bekam Rapso einen neuen Aufschwung mit Künstlern und Gruppen wie Ataklan, Kindred und 3 Canal. Heute spielt Rapso in Trinidad und Tobago eine eher untergeordnete Rolle.
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Roadmarch Auszeichnung für den Song, der beim trinidadischen Carnival (in jüngster Zeit auch auf anderen karibischen Inseln) an den offiziellen Judging Points von den Carnivalsgruppen / Mas Bands am häufigsten gespielt wird. Der Roadmarch wird in der Tradition der Kalindas gesehen, die bei den canboulays gesungen wurden. Die Pattern dieses Liedguts dürfte stilbildend für die späteren Roadmarches gelten. Außerdem ist es verbunden mit dem Lavway (später Leggo), ein speziell für die Straßengesänge der Mas Bands komponiertes Lied.
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RootsReggae Als Rootsreggae bezeichnet man gemeinhin den klassichen Reggaesound à la Bob Marley Charakteristisch für den Reggae ist die Offbeat-Phrasierung, bei der entweder die Gitarre oder das Keyboard, hin und wieder auch die Bläser, auf der in den meisten anderen Musikrichtungen unbetonten zweiten und vierten Taktzeit spielen. Im Gegensatz zum Ska, wo statt der 2/4-Betonung eher Offbeats eingesetzt werden, die die "und"-Zählzeiten betonen, ist der Reggae in der Regel langsamer und weniger durch Bläser dominiert. Die Instrumentierung der meisten (klassischen) Reggaebands besteht aus Drumset, E-Bass, E-Gitarre, Keyboard und Gesang. Oft kommen Blechbläser und Perkussion hinzu.
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Selecta Als Selecta oder Selector wird im Reggae derjenige bezeichnet, der die Platten heraussucht (engl. 'to select') und auflegt, während DJ eine Bezeichnung für Vokalisten ist.
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Singjay Als Singjay bezeichnet man einen Vokalisten mit einem Stil, der zwischen Gesang und Deejaying angelegt ist. Als der vielleicht erste Singjay gilt Eek-A-Mouse.
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Slackness Mit Slackness wird im Allgemeinen der Gebrauch von anzüglichen Texten bezeichnet, die zumeist von Reggae/Dancehall-DJs im Zuge des Aufkommens von Dancehall Ende der 70er / Anfang der 80er live performed werden.
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Soca Soca ist eine Musikrichtung auf den karibischen Inseln, welche Anfang der 70er Jahre in Trinidad und Tobago aus der Verknüpfung von Calypso mit indischen Rhythmen entstanden ist. Als Ursprung des Wortes „Soca“ wird heute oft die Formulierung „Soul of Calypso“ oder (seltener) die letzte und erste Silbe von Calypso“ angegeben; tatsächlich war die ursprüngliche Schreibweise „Sokah“ (ein Verweis auf die Hindi-Musik), ehe sich Mitte der siebziger Jahre die heutige Schreibweise etablierte. Soca zeichnet sich im Vergleich zu Calypso durch ein höheres Tempo und stärkere Betonung auf perkussive Elemente aus. wie auch Calypso ist Soca eng an die karibische Karneval-Kultur gebunden. Neue Musik wird saisonal veröffentlicht, zeitnah zum jeweiligen Landes-Karneval (beispielsweise Februar auf Trinidad & Tobago oder Juli / August zum Cropover-Festival auf Barbados).
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Soca Monarch Neben Calypso Monarch, Carnival King und Roadmarch mittlerweile einer der wichtigsten Titel des Carnivals. Die Wettbewerber, die sich in Vorrunden für das Finale qualifizieren müssen, tragen zwei Songs vor. Eine Jury wählt den Gewinner nach unterschiedlichen Kriterien (Arrangment, Texte, Vortrag etc).
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Soundclash Ein Soundclash ist ein musikalisches Kräftemessen zwischen zwei oder mehr Soundsystems. In einem Soundclash spielen zwei oder mehr Soundsystems abwechselnd, meistens über mehrere Runden hinweg, innerhalb einer festgelegten Zeit ihre von Sängern eigens für den Sound angefertigten Produktionen, den sogenannten Dubplates gegeneinander und messen sich in einem musikalischen Wettstreit, der von den MCs des Sounds dann noch angeheizt wird. Höhepunkt der meisten Clashes ist das Dub fi Dub, in welchem die Sounds abwechselnd Lied für Lied ihre stärksten und oftmals seltensten Dubplates spielen, meist sind dies von Foundation-Sängern auf selbigen Riddims eingesungene Dubs. Eine Eigenart der Soundclashs sind die sogenannten 45-Clashes bei denen vorrangig 45s - also Singles gespielt werden.
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Soundsystem Ein Soundsystem ist eine mobile Diskothek, vor allem in der jamaikanischen Kultur. Die ersten Soundsystems bildeten sich Anfang der 1960er, als Jamaikas "Volksmusik" eine starke Entwicklung erfuhr, und neue Musikrichtungen wie Ska und Rocksteady entstanden. Die ersten Plattenunterhalter, damals Soundman, heute Selector genannt, veranstalteten Dances oder Bashments in sogenannten "Dancehalls". Da die Dances sehr schnell großen Zuspruch fanden, wichen die Soundsystems auf freie Plätze aus, die Lawn (deutsch: Rasen) genannt wurden. Zu dieser Zeit fingen Selectors an, auch ihre eigene Abspieltechnik und somit einen individuellen Sound zu besitzen. Vielen Quellen zufolge entwickelte sich bei jamaikanischen Soundsystems auch die Sprechgesangs-Technik, die u.a. die Grundlage für Rap/ Hip Hop bildete: Im Laufe der 1960er Jahre gingen viele DJs von reinen Ansagen der Stücke zu rhythmischem "Toasting" über. Daher werden in Jamaika die Vokalisten oft "singjays" genannt. In Jamaika selbst entwickelte sich daraus mit der Zeit der Dancehall Reggae bzw. Raggamuffin. Heutzutage gibt es auf der ganzen Welt Reggae-Soundsystems, die in der Regel aber selten ihre eigene Musikanlage besitzen, sondern Teams aus DJs/ Selectors und MCs/ Singjays darstellen.
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Toasting Toasting ist ein mit dem Rap eng verwandter Sprechgesang, der aus dem Reggae stammt. Er dient hauptsächlich dazu den Song zu proklamieren oder das Soundsystem zu preisen. Stilistisch versucht der MC sich mit seinem Toasting möglichst gut an die relativ langsamen Riddims anzuschmiegen, so dass beide zu einer klanglichen Einheit verschmelzen. Besonders häufig sind toastende MCs im Dancehall Reggae (in Großbritannien auch Raggamuffin genannt) aber auch in schnellen Musikstilen wie dem Jungle und dem Drum'n'Bass.
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Trinidad und Tobago Trinidad und Tobago ist ein aus zwei Hauptinseln und mehreren Kleinstinseln bestehender Staat. Geografisch bilden die Inseln den Abschluß der Südlichen Antillen, Trinidad gehört geologisch zu Venezuela. Staatsgründung 1962, davor West Indian Federation (ab 1958), davor Britische Kronkolonie.
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Versions Als Versions werden im Reggae sowohl die einzelnen Tunes auf einem Riddim als auch die Instrumentals von Riddims bezeichnet.
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Vynil Eine Schallplatte (Vynil) ist eine runde, in der Regel schwarze Scheibe, auf der Töne aufgezeichnet sind. Die Schallsignale sind in einer spiralförmig zum Mittelpunkt der Platte verlaufenden Rille gespeichert, deren Rillenwand entsprechend der Amplitude des Schallsignals ausgelenkt ist. Sie werden bei der Wiedergabe mit einem Tonabnehmer abgetastet, darin in mechanische und danach in elektrische Schwingungen verwandelt, die über einen Lautsprecher wiedergegeben werden. In Grammophonen erfolgte die Wiedergabe direkt durch die mechanische Anregung einer Membran mit einer in der Rille laufenden Nadel. Üblicherweise wird sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite der Schallplatte aufgezeichnet. Am häufigsten sind die Formate Langspielplatte (auch LP genannt, engl. Long Play) und Single, auf der in der Regel pro Seite nur ein Musikstück aufgezeichnet ist. Bei der Aufzeichnung werden aus physikalischen Gründen die Höhen angehoben (Preemphasis) und die Tiefen abgeschwächt, bei der Wiedergabe wird der Frequenzgang wieder entzerrt. Dazu gibt es eine genormte Kennlinie der RIAA. Zum Entzerren verwendet man einen Entzerrervorverstärker oder einen speziellen Tonabnehmer. Kristallabtastsysteme benötigen keinen zusätzlichen Entzerrervorverstärker, da sie den Frequenzgang in etwa durch ihre physikalischen Eigenschaften von sich aus entzerren.
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Vynil (Formate) Es gibt, mit teilweise obskuren Ausnahmen, 3 gängige Vinyl-Formate. Die im Reggae als Medium für die Veröffentlichung von Singles verwendete 7 Inch (7 Zoll, auch: 7"), die 10 Inch, sowie die den ganzen Plattenteller umfassende 12 Inch. Dubplates werden meist auf 10" Scheiben geschnitten. Die meisten Schellack-Platten, Medium in der Hochphase des Mento und auch des Calypsos, sind auch im 10" - Format.
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Vynil (Abspielformen) Die Zahl 45 bezeichnet urpsprünglich die Umdrehungen, die ein Plattenspieler in der Minute schafft (RPM=Rounds Per Minute). 45 Umdrehungen in der Minute sind für das Format 7 Inch die gängige Abspielform. Heute wird der Begriff "45" (FortyFive) auch als Synonym für das Format 7 Inch verwendet. Die meisten 12 Inches werden mit 33 1/3 RPM abgespielt. Ältere Formen, vor allem Schellack-Platten werden auch auf 78 RPM abgespielt.
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World Clash Der World Clash ist eine von dem Promoter-Duo "Irish & Chin" veranstaltete jährlich ausgetragene Soundclash-Serie mit internationaler Besetzung. In den neunziger Jahren hatte es bereits mehrfach Clashes mit diesem Titel gegeben (etwa Bodyguard vs. King Addies vs. Saxon vs. Kebra Negus 1994 in Milton Keynes, UK), doch erst mit dem ersten von Irish & Chin promoteten World Clash 1998 wurde er zu einer regelmäßigen Institution. Die World Clash Serie wird mittlerweile auch an anderen Orten auf der Welt ausgetragen. Diese sind: World Clash US in New York City / World Clash Jamaica aka Death Before Dishonour / World Clash England aka UK Cup Clash / World Clash Antigua / World Clash Canada
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Zouk Zouk ist eine karibische Musikrichtung, die vor allem auf Guadeloupe und Martinique beheimatet ist. Die Bezeichnung leitet sich ab einem in der französischsprachigen Karibik geläufigen Wort für "Party". Zouk entstand in den 80er Jahren aus einer Fusion verschiedener Musikstile wie Cadence, Compas, Merengue usw.
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45 Clash Der 45 Clash ist eine spezielle Form des Soundclashs, bei dem statt Dubplates nur (bzw. größtenteils) Singles gespielt werden. Da prinzipiell jeder Tune von jedem der beteiligten Soundsystems aufgelegt werden kann, kommt es verstärkt auf die Selection, also die Auswahl der Tunes, sowie auf die Präsentation durch Speeches der MCs an. Vor allem für junge Soundsystems mit noch nicht allzu vielen Dubplates bieten sich 45 Clashes an; sie werden jedoch auch teilweise mit Beteiligung international bekannter Sounds ausgerichtet.
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Quelle: Wikipedia